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Artikel: Schmerzen nach dem Pilates? Woran es liegt – und wie du es abstellst

Seitlicher Stretch mit Grip Socks – saubere Haltung und Dehnung beim Pilates, Alfi Studios

Schmerzen nach dem Pilates? Woran es liegt – und wie du es abstellst

„Nach dem Pilates tut mir der untere Rücken weh." „Mein Nacken ist nach dem Kurs total verspannt." Zwei Sätze, die man ständig hört – und die fast immer dieselbe Ursache haben.

Die gute Nachricht vorweg: In den meisten Fällen liegt es nicht am Pilates selbst. Es liegt an ein paar kleinen Details in der Ausführung. Und genau die kannst du ab der nächsten Session ändern.

Unterer Rücken: meist ein Core-Problem, kein Rücken-Problem

Wenn der untere Rücken nach dem Training zwickt, steckt fast immer dasselbe dahinter: Die Körpermitte hat nicht genug Spannung gehalten – und der Rücken ist eingesprungen.

Typisches Szenario: Bei Übungen, bei denen die Beine vom Boden weg arbeiten (Beine absenken, Leg Circles, der Hundred), kippt das Becken ins Hohlkreuz. Der untere Rücken löst sich von der Matte, die Lendenwirbelsäule übernimmt die Arbeit, die eigentlich der Bauch machen sollte. Das Ergebnis spürst du danach.

Was hilft:

  • Core-Spannung zuerst. Bevor die Beine sich bewegen, den Bauchnabel sanft Richtung Wirbelsäule ziehen – und diese Spannung halten.
  • Nur so weit, wie der Rücken am Boden bleibt. Senkst du die Beine ab und der untere Rücken hebt sich? Dann hast du deinen Punkt überschritten. Lieber höher bleiben und sauber arbeiten.
  • Bei Roll-ups Wirbel für Wirbel. Nicht mit Schwung hochreißen, sondern kontrolliert abrollen – ein Wirbel nach dem anderen.

Nacken: der Klassiker beim Hundred und beim Crunch

Der zweite Dauerbrenner. Nach Übungen mit angehobenem Oberkörper – Hundred, Crunches, alles mit Kopf in der Luft – meldet sich der Nacken. Auch hier ist selten die Übung schuld, sondern die Art, wie der Kopf gehalten wird.

Der häufigste Fehler: Der Kopf wird nach vorn gerissen, oft mit den Händen im Nacken nachgeholfen. Die Nackenmuskulatur macht dann die Arbeit, die eigentlich der Bauch übernehmen sollte.

So geht ein sauberer Crunch:

  • Die Bewegung kommt aus dem Bauch, nicht aus dem Nacken. Stell dir vor, der Brustkorb senkt sich Richtung Becken – der Kopf kommt einfach mit.
  • Kinn leicht offen lassen. Zwischen Kinn und Brust sollte etwa eine Faust Platz haben. Nicht aufs Brustbein pressen, nicht in den Nacken fallen lassen.
  • Hände stützen, sie ziehen nicht. Wenn die Hände hinter dem Kopf liegen, tragen sie das Gewicht des Kopfes – sie reißen ihn nicht nach oben.
  • Blick schräg nach vorn-oben. Das hält den Nacken lang statt gestaucht.

Kleiner Test: Wenn dein Nacken bei der Bewegung brennt, bevor dein Bauch es tut, arbeitest du (noch) aus dem Nacken. Dann die Bewegung lieber kleiner machen und aus der Mitte neu ansetzen.

Frau sitzt aufrecht auf der Matte – Rücken und Haltung nach dem Pilates, Alfi Studios

Muskelkater oder Warnsignal?

Nicht jeder Schmerz ist schlecht. Ein leichtes Ziehen in der Bauchmuskulatur am Tag danach? Normaler Muskelkater, völlig okay. Ein diffuses „Ich habe gearbeitet"-Gefühl? Auch gut.

Aufhorchen solltest du bei:

  • stechenden oder scharfen Schmerzen während der Übung
  • Schmerzen, die in Arme oder Beine ausstrahlen
  • Taubheitsgefühlen oder Kribbeln
  • Schmerzen, die nach ein, zwei Tagen nicht besser werden

Das ist dann kein Technik-Thema mehr, sondern gehört ärztlich abgeklärt – bevor du weitertrainierst.

Und die Basis: Kontrolle beginnt am Boden

Viele Haltungsfehler entstehen, weil der Körper unbewusst gegen ein Wegrutschen arbeitet – auf glattem Reformer oder glatter Matte. Wer ständig ausbalanciert, verliert die feine Kontrolle über Becken und Core.

Rutschfeste Grip Socks nehmen dir genau das ab. Sicherer Stand heißt: deine volle Aufmerksamkeit bleibt bei der sauberen Ausführung – und genau die ist der beste Schutz vor Schmerzen danach.

Kurz gesagt

Schmerzen nach dem Pilates sind fast immer ein Technik-Thema, kein Grund aufzuhören. Unterer Rücken? Mehr Core-Spannung, Becken neutral. Nacken? Aus dem Bauch arbeiten, den Kopf nur mittragen. Und bei allem, was sticht, ausstrahlt oder kribbelt: erst abklären, dann weitermachen.

Sauber ausgeführt ist Pilates eines der rückenfreundlichsten Trainings überhaupt. Es kommt nur auf das Wie an.

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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische oder physiotherapeutische Beratung. Bei starken, anhaltenden oder ausstrahlenden Beschwerden wende dich bitte an eine Fachperson, bevor du weitertrainierst.